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Den Kartoffeln den Weg ebnen

16. 10. 2021

WAS WÄCHST DENN DA?
Irmgard Wolf aus Rieden baut bunte Mischung als Vorfrucht an

 

Es ist knapp über null Grad am gestrigen Freitagmorgen,
die Sonne schiebt sich langsam über die Hügel bei Antdorf und lässt die Wiesen dampfen.
Krautig schaut die Mischung aus, die Irmgard Wolf (47) aus dem nahen Rieden auf einem Acker
entlang der Straße angebaut hat: „Da sind unter anderem Ölrettich, Erbse, Wicke,
Ramtilkraut und Alexandrinerklee dabei“, sagt die Landwirtin. Es ist die ideale Mischung,
um der Kartoffel im nächsten Jahr den Weg zu ebnen.

 

Wolf bewirtschaftet den Biohof – ihre Eltern sind schon 1991 Naturland beigetreten – mit 38 Hektar
Grünland und 27 Hektar Acker. Angebaut wird Weizen, Dinkel, Roggen und Triticale, die zum Teil
vermarktet, zum Teil als Futter für die rund 20 Mütterkühe samt Nachzucht dienen – und eben Kartoffeln.
„Das machen wir schon seit 1992, wir bauen jedes Jahr acht bis zehn Sorten an“, sagt Wolf. Die vermarktet
sie direkt ab Hof, auch durch einen Selbstbedienungsautomaten, sowie in Dorf - und Bioläden in Huglfing,
Habach und Farchant. Derzeit gibt es die Sorten Jelly, Laura, Ditta, Connect und Mariola,

„die Frühkartoffeln sind natürlich schon weg“.

 

Wolf hat ein festes System zum Kartoffelanbau, nämlich eine fünfjährige Fruchtfolge. Das heißt,
sie hat fünf Äcker, und jedes Jahr ist die Kartoffel auf einem anderen zu finden, ehe es wieder
von vorne losgeht. Das habe sich bewährt, denn wenn man Kartoffeln in zu kurzem Abstand auf dem
selben Acker anbaut, können sich Schädlinge vermehren. „Früher hatten wir Kleegras vor den Kartoffeln,
da ist der jetzige Ablauf besser“, sagt Wolf. So kommt Getreide, dann Kleegras, wieder Getreide,
eine Zwischenfrucht wie jetzt und nächstes Frühjahr die Kartoffeln.

 

„Die jetzige Zwischenfrucht-Mischung sorgt dafür, dass viel Stickstoff im Boden eingelagert

und der Boden, unter anderem durch den Ölrettich, aufgelockert wird“, sagt Wolf.

 

Normalerweise sollte die Zwischenfrucht schon größer gewachsen sein. Doch weil sich wegen

des Wetters die Getreideernte verschoben hatte und danach auf nassem Boden keine Aussaat

möglich war, verschob sich der Zeitpunkt von Mitte August bis in den September. Im Frühjahr wird

die abgefrorene Zwischenfrucht als Gründünger untergepflügt. Vorher kommt aber noch Mist aus

dem heimischen Stall drauf, damit die Kartoffeln im nächsten Jahr auch richtig gut wachsen können.

 

Quelle: Penzberger Merkur (BORIS FORSTNER)

 

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