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Knall sorgt für Großeinsatz

19.11.2020

Explosionsherd in Antdorfer Kiesgrube nicht auffindbar.

Die Meldung über einem lauten „Knall mit Feuerschein und Rauchentwicklung“ in der Kiesgrube im Gewerbegebiet Antdorf sorgte am späten Mittwochnachmittag für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Landkreis.

Wie Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta gestern auf Nachfrage mitteilte, hatte die Polizei Penzberg um 17.36 Uhr die Leitstelle alarmiert. Die Vermutung einer Explosion stand im Raum. Ausgerückt seien neben 25 Einsatzkräften der Feuerwehr Antdorf auch Floriansjünger aus Iffeldorf, Habach und Sees-haupt sowie Mitglieder der Kreisbrandinspektion. Auch die Feuerwehr Penzberg fuhr laut ihrem Kommandanten Christian Abt mit 15 Mann zur Antdorfer Kiesgrube.

Vor Ort allerdings konnten die Einsatzkräfte keine Spuren einer Explosion oder dergleichen feststellen, wie der Kommandant der Antdorfer Feuerwehr, Franz Thanner, sagt. Obwohl Mitglieder seiner Truppe gemeinsam mit der Penzberger Polizei das Gelände abgesucht hätten, „hat man in der Kiesgrube nichts gefunden“, so Thanner. Gebäude gebe es auf dem Areal keine. Dort stünden lediglich Container, die alle auf Schäden oder Brandspuren hin begutachtet worden seien. „Aber man hat nichts gefunden.“ Nach rund 45 Minuten sei der Einsatz beendet gewesen.

Wie ein Sprecher der Polizei Penzberg sagt, sei das Areal am gestrigen Donnerstag erneut kontrolliert worden. Doch auch dabei hätten die Beamten keine Brand- oder Böllerspuren gefunden. „Es ist kein Brandort festgestellt worden.“ Zeugen hätten am Mittwochnachmittag jedoch zwei Unbekannte auf Fahrrädern von der Kiesgrube wegfahren sehen. Eine Anzeige gegen Unbekannt laufe.

Wie der Polizeisprecher außerdem mitteilte, wurden laut dem Eigentümer der Kiesgrube bereits vor rund drei Wochen mehrere Jugendliche auf dem Gelände gesichtet, die dort Spraydosen in eine Feuerstelle geworfen und Böller gezündet hätten.
 

Quelle: Penzberger Merkur FRANZISKA SELIGER