Link verschicken   Drucken
 

Startschuss für Radweg gefallen

Antdorf, den 07.08.2017

Erfreulich für Gemeinden: Staatliches Bauamt übernimmt Planung und auch Kosten

Baubeginn 2018 möglich

 

 Ein seit Jahren diskutiertes Projekt wird nun konkret angegangen:

Das Staatliche Bauamt Weilheim lässt den Radweg zwischen Antdorf

und Iffeldorf planen. Diese frohe Botschaft hatte Bürgermeister Hubert Kroiß
jüngst im Iffeldorfer Gemeinderat verkündet. Besonders erfreulich für die beteiligten
Kommunen: Das Staatliche Bauamt Weilheim würde die Kosten für Bau und Grunder-
werb übernehmen, so Kroiß. Dies bestätigt die StraßenbauBehörde auf Anfrage der

Heimatzeitung. Der kombinierte Rad- und Fußweg würde rund 1,5 Kilometer Länge haben

und in Fahrtrichtung Iffeldorf komplett auf der rechten Seite verlaufen, abgegrenzt, wie in

solchen Fällen üblich, durch einen Grünsteifen. Konkrete Details gibt es aber noch nicht.

Das Bauamt hat Kontakt zu einem Bad Tölzer Fachbüro aufgenommen, dass bereits mit

den ersten Planungen begonnen hat. Auch die Vermessung ist schon erfolgt. Ebenfalls fand
eine Begehung der Örtlichkeiten durch Vertreter des Staatlichen Bauamts und beider Gemeinden

statt. Laut Andreas Lenker, in der Weilheimer Behörde zuständig für die Landkreisstraßen,

tritt das Staatliche Bauamt als Kostenträger auf, weil sich die Trasse entlang einer Staatsstraße

(in diesem Fall der 2038) befindet. Lenker zufolge werden sich später beide Kommunen um den
Unterhalt und gegebenenfalls den Winterdienst kümmern. Zwei Drittel der Trasse führen über

Antdorfer Flur. Bürgermeister Klaus Kostalek hat sich stets aus Sicherheitsgründen für den Bau

des Wegs ausgesprochen. „Das ist sinnvoll und nötig“, sagt er Ins gleiche Horn hatte auch sein

Iffeldorfer Amtskollege Hubert Kroiß immer wieder gestoßen. Kostalek hat mit den betroffenen

Grundstücksbesitzern gesprochen. „Größtenteils machen die Anrainer mit und stellen Flächen

zur Verfügung“, lautet sein Fazit. Aber ganz in trockenen Tüchern ist die Sache noch nicht, räumt

er ein: „Es gibt noch Bedenken Einzelner bezüglich Abfällen von Spaziergängern und Hundebesitzern.“
Eine Kostenschätzung für das Bauprojekt gibt es derzeit ebenfalls nicht. Straßenbauer Andreas

Lenker erwartet eine Summe um die 500 000 bis 600 000 Euro, je nach Ausbauvariante. Immerhin

sei das doch relativ ebene Gelände und die ziemlich gerade Straßenführung für die Trasse nicht

allzu schwierig, auch würden keine Überführungen benötigt. Bis Herbst soll die Planung stehen,

dann gilt es, Fragen des Natur- und Umweltschutzes zu klären. Ein Baubeginn sei theoretisch
2018 möglich, der Rad- und Gehweg soll dann auch im gleichen Jahr fertig sein. Die Gemeinde

Antdorf möchte die Gelegenheit nutzen, um beim Bau ein eigenes Trinkwasser-Projekt mitzu-
verfolgen: Laut Bürgermeister Klaus Kostalek soll im Zugeder Baggerarbeiten gleich eine neue

Zuleitung vom Tiefbrunnen, der in Richtung Iffeldorf steht, zum Ort verlegt werden. „Das ist eins

schöner Nebeneffekt.“

 

Quelle: Penzberger Merkur (ANDREAS BAAR)